Wettbewerb Wohnanlage in Bad Aibling

REALISIERUNGSWETTBEWERB

 

STÄDTEBAULICHES KONZEPT

Das Grundstück ist geprägt von der umliegenden Wohnbebauung die eine eindeutige Nord/Süd oder Ost/West Ausrichtung aufweist. Nur der bereits sanierte Bestandsbau auf dem Grundstück weicht von dem vorherrschenden Muster ab.

Die neue Wohnbebauung nimmt die bestehenden Ausrichtungen auf und schafft dadurch gleichberechtigte Wohnungsgrundrisse mit idealer Süd-oder Westausrichtung.

 

 

Das Wettbewerbsgrundstück grenzt zu einem kleinen, südlichen Teil an die Münchner Straße. Von der viel befahrenen Straße tritt der Baukörper zurück und schafft mehr Platz zu der bereits vorhandenen Grünfläche mit dem bestehenden erhaltenswerten Baumbestand.

Der Verlauf der Karl-Wagner-Straße schiebt sich Richtung Norden um Raum und Qualität für die gemeinsame Grünfläche zu schaffen, um die sich die Baukörper anordnen und in Verbindung der Kindertagesstätte mit der Gemeinschaftseinrichtung der bestehenden und der neuen Wohnbebauung eine Ortsmitte zu geben.

Dimensionierung und Massen der neuen Wohnbebauung leiten sich aus den umliegenden Baukörpern ab. Zu der umgebenden niedrigeren Bebauung ist der dreigeschossige Baukörper gewandt. Zum Grundstückszentrum erhöht er sich auf vier Geschosse um mehr Platz für den dringend benötigten Wohnraum unter zu bringen. Die unterschiedlichen Traufhöhen verzahnen auch die Baukörper trotz räumlicher Trennung untereinander und ermöglichen einen sensiblen Umgang mit dem Bestand.

Die Freiform der Kindertagesstätte mit Gemeinschaftsraum schiebt sich öffnend in die Hofsituation. Seine Fluchten stehen als Pendant zur abweichenden Ausrichtung des bereits renovierten Wohnhauses Nr.9 und integrieren diesen geschickt in das Gesamtgefüge.

 

 

Der Gemeinschaftsraum schafft mit seinem freien Blick, der Galerie, der Sitz- und Spielstufen mit ausfahrender Tribüne im Vorbereich eine Verbindung zum zweigeschossigen Mehrzweckraum und bietet individuellen Raum für die Gemeinschaft des Wohnquartiers, als auch Spielfläche für seine kleinen Nutzer. Baulich öffnet sich der Raum der Gemeinschaft mit einer der Maxlrainer Straße zugewandten großflächigen Glasfassade für eine optimale Belichtung als auch Außenpräsenz. Verdunkelt werden können die Glasflächen je nach Bedarf über integrierten, mechanischen Sonnenschutz.

 

 

GRÜNFLÄCHEN

An der Kindertagesstätte und in der Mitte der Wohnbebauung legt sich die gemeinschaftliche Grünfläche mit Kinderspielplatz. Zu den privaten Grünflächen hebt sich die Topografie der öffentlichen Grünfläche und fasst diese ein. Angrenzend an die Grünfläche der Kindertagesstätte befindet sich die Gästewohnung und ist zudem ein Teil der Wohnbebauung. Die Freiflächen der Kindertagestätte bilden zusammen mit der Freifläche der Wohngebäude eine großzügige und grüne zentrale Einheit.

Hügelartige Geländeerhebungen schaffen ein organisches Moment innerhalb der formalen Strukturen der Wohngebäudearchitektur. Durch die Geländemodellierungen entstehen Sicht- und Lärmschutz sowie eine zonierende Raumgliederung. Rückseitig der Erdwälle, an den Erschließungswegen sind Einhausungen für Müll angeordnet.

Die zentrale Grünfläche ist locker, parkartig gestaltet und schafft ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität mit Sitz- und Verweilmöglichkeiten, sowie einen frei zugänglichen Spielplatz für Kleinkinder.

 

Die bestehenden Grünstrukturen in Form des vorhandenen Baumbestands werden ergänzt durch eine Zahl an Neupflanzungen und bilden Durchgrünungsachsen nach innen sowie eine Verzahnung zum umgebenden Bestand. Differenzierte Grünflächen an den Eingangsbereichen schaffen einladende Situationen entlang der großzügigen Gebäudefassaden.

 

 

 

 

 

 

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