
Wettbewerb
Eine herausfordernde Aufgabe war es, die Baulücke in der dicht bebauten Stadtmitte Delmenhorst neu zu schließen. Ziel war es, einen lebendigen Treffpunkt als Verbindungsachse zwischen Fußgängerzone, Kirche und Bahnhof durch einen Nutzungsmix zu schaffen.
Der Entwurf für die Kerschensteiner Schule orientiert sich an der Idee eines inspirierenden Lernortes, der die Bedürfnisse der Schüler und Anforderungen des Lehrpersonals an moderne Pädagogik in den Mittelpunkt stellt. Durch großzügige Fensterflächen und offene Lernlandschaften wird Offenheit und Transparenz gefördert. Die Dachterrassen bieten Gelegenheiten für Entspannung und soziale Interaktion. Zusätzlich wird flexibler Wohnraum für Senioren geschaffen, während ein Mehrgenerationen-Café sowie ein von Schülern geführtes Restaurant als gemeinschaftlicher Treffpunkt dient. Die Integration von Rehasporträumen und einem Ärztehaus an der Kreuzung Bebelstraße und Kirchstraße rundet die gesundheitlichen und sozialen Angebote für Anwohner ab.
Das Projekt setzt auf klare, modulare Strukturen. Die Konstruktion des Schulneubaus basiert auf einer Hybridbauweise mit Stahlbeton in Erdgeschoss und Tiefgarage und nachhaltigem Holzrahmenbau mit Hohlkastendecken in den Obergeschossen. Die Wahl langlebiger und schadstofffreier Materialien sorgt für eine positive Ökobilanz und ein gesundes Raumklima. Durch flexible Raumnutzung und eine lebenszyklusorientierte Planung werden Bau- und Betriebskosten optimiert. Energetische Effizienz wird durch regenerative Energien und hochwertige Gebäudehüllen sichergestellt. Ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept bezieht ökologische und soziale Aspekte mit ein. Maßnahmen wie Regenwassernutzung, begrünte Dächer und die Verwendung von Holz reduzieren den CO2-Ausstoß und fördern Biodiversität.
Insgesamt wird nicht nur funktionaler Raum geschaffen, sondern auch eine Gemeinschaft, die den Bedürfnissen aller Generationen gerecht wird.












