
Wettbewerb
In einer Machbarkeitsstudie für die Stadt Kolbermoor wurde ein zukunftsfähiges Konzept erarbeitet, um den bisherigen Wertstoffhof zu ersetzen. Ein zentraler Wunsch war eine klare Trennung der Abläufe Abholung, Anlieferung und die Bereitstellung eines separaten, überdachten Lagerbereichs für den Bauhof. Ein durchgängiges Einbahnstraßensystem sollte auch die Anlieferungen durch private PKWs mit Anhänger möglichst unkompliziert ermöglichen.
Die Anlieferung erfolgt von hinten über eine neu geplante, einspurige Zufahrt im Norden, um Rückstau zu vermeiden. Auf dem Parkdeck sollen kostenpflichtige Wertstoffe und größere Mengen angenommen werden. Falls nur Grüngut, Haushaltswertstoffe, Gefahrgut oder E-Schrott abgegeben werden, können die Fahrzeuge direkt vor dem Wertstoffhofgebäude halten, ohne die Rampe nutzen zu müssen und um unabhängig von der regulären Anlieferung zu sein.
Der Anlieferbereich sollte von einem großen Pultdach in Holzbauweise überdacht werden, ergänzt durch ein flexibles Vorhangsystem zum Schutz vor Wind und Wetter.
Ein kleines Büro direkt am Zufahrtsbereich ermöglicht die Überwachung der Anlieferung und Abrechnung kostenpflichtiger Wertstoffe. Das zweigeschossige, barrierefreie Wertstoffhofgebäude ist im Erdgeschoss mit einem Empfang, einer Verschenken-Ecke und Sanitärräumen ausgestattet. Im Obergeschoss befinden sich Büroräume, ein Lager, sowie die Sozialräume mit einer Teeküche.
Das Gebäude, sowie das Tragwerk des Dachs könnten als Holzbau realisiert werden. Unter dem Parkdeck entsteht eine große, überdachte, staplerfahrbare Bauhof-Lagerfläche mit zwei Toren. Dieser Bereich sollte klar getrennt vom restlichen Wertstoffhofgelände geplant werden.
Das Gelände wird durch begrünte Zäune, Erdwälle mit Bepflanzung und wetter- bzw. schallgedämmten Bauelementen vor äußeren Einflüssen geschützt. Eine übermäßige Emission von Lärm an die Nachbarbebauung soll dadurch ebenfalls unterbunden werden. Langfristig könnte eine Solarlösung vorgesehen werden, welche im aktuellen Entwurf jedoch nicht umgesetzt wurde.
Dieses durchdachte Konzept vereint eine effiziente Verkehrsführung, optimierte Betriebsabläufe und Nachhaltigkeit zu einer ganzheitlichen Lösung, die dem Neubaugebietsbedarf gerecht wird.








